Bienen mieten
So tickt der Superorganismus genannt Bien
In dem Superorganismus muß niemand einer Biene sagen, was ihre Aufgabe in ihrem jeweiligen Lebensalter ist, also putzen, Jungbienen pflegen, als Wächterin tätig werden, Nektar und Propolis sammeln usw. Der auch sonst falsche Spruch: „Du bist nichts, dein Volk ist alles“, erweist sich im Blick auf die Bienen ebenfalls als unzutreffend. Jede Biene hat eine große Bedeutung, aber eben nur in dem beschriebenen System. Seit langem lautet der Name für diesen Superorganismus „Der Bien“. Mehr Infos zum Bien
Einen Bien mieten
Ein solcher Bien läßt sich mieten. Wobei Sie alle Freuden des Zusammenlebens genießen können, ohne vorher zum „Standesamt“ gehen zu müssen. Einen Hund oder eine Katze auf Probe bei sich aufzunehmen halte ich für pervers. Doch Bienen ticken anders. Sie müssen nicht Gassi geführt oder beschmust werden. Als Spielkameraden taugen sie auch nicht. Sie verlangen nur Respekt für ihr geheimnisvolles Eigenleben.
Wie das praktisch funktioniert
Praktisch geht das so: Sie mieten ein Bienenvolk für – sagen wir – fünf Monate. Etwa während der Honigsaison von Mitte März bis Mitte August. Die fleißigen Tiere bringen aufregendes Leben in Ihren Garten. Oder bilden einen Blickfang vor Ihrem Haus oder in Ihrer Einfahrt. So weiß jeder sofort wie Sie ticken. Das kostet Sie monatlich je nach Anbieter zwischen 90,00 € und 110,00 E. Dafür ernten Sie Ihren eigenen TerroirHonig (mehr dazu). Garantiert 30 kg. Was der Honig im Geschäft kosten würde, können Sie leicht ausrechnen, wenn Sie pro Kilo realistische 10,00 € veranschlagen.
Stressabbau durch Bienenbeobachtung
Doch der immaterielle und emotionale Gewinn ist ungleich größer. Bienen am Flugloch zu beobachten wirkt genauso beruhigend wie z.B. Angeln. Nur eben viel, viel schneller. Nach spätestens 10 Minuten verschwinden alle Stresssymptome. Versprochen. Schließlich: Die sechsbeinigen Bienen lehren exemplarisch Respekt vor anderen Lebewesen, die nur vier- oder zweifüßig daherkommen.